Und es hat zoom gemacht.

Es kam wie ein Blitzschlag.

Rückblick auf 10 Jahre Uruguay.

Hallo aus Uruguay,

Die saure Gurken Zeit wollte und wollte kein Ende nehmen. Wir hatten zwar genug zum Leben, aber extras usw. waren nicht drin. Alles, und nun kommt die Uruguayische Mentalität ins Spiel, wurde zurück gestellt. Es war einfach nicht wichtig genug. nein wir haben uns keinen Kopf darum gemacht, wir sind nicht verzweifelt, wir ließen es einfach laufen, denn ändern kannst Du kurzfristig eh nichts an so einer Situation.

So plätscherte die Zeit dahin, man könnte auch auch sagen sie raste. Denn eigentlich und das ist mein persönliches Empfinden, welches mir wohl jeder in meinem Alter bestätigen wird, vergeht die Zeit immer schneller. Was ist schon ein Jahr? Nichts!

W Deutsche Wohnmöbil

Manche kamen sogar mit einem Wohnmobil vorbei.

Es kamen immer noch ein paar Leute zu Besuch, ein Pärchen übernachtete,  nachdem ich sie vom Airport abgeholt hatte, sogar hier auf dem Grundstück im mitgebrachten Zelt. Nach 2 oder 3 Tagen machten sie sich dann auf eine Erkundungsreise durch Uruguay auf die Suche nach Ihrem zukünftigen Platz. Und ja sie haben ihn gefunden und leben dort nun hoffentlich gesund und zufrieden. Wie immer hört und sieht man hinterher nichts mehr sehr viel voneinander.

Vor Ihrer Abreise nach Deutschland um dort alles für den Umzug zu regeln übernachteten sie nochmals hier bei uns. Als sie, das werde ich niemals mehr vergessen, mit dem Bus zu uns kamen verpassten sie die Haltestelle und fuhren Eine zu weit. Sie mussten dann zurück laufen und kamen da an einer wilden Müllhalde, leider gibt es davon in Uruguay einige, vorbei. Dort liefen ihnen dann 3 kleine Hundebabys über den Weg.

Ich kann es mir bildlich so richtig vorstellen.

Och gottelnäh wie süß, die armen Kleinen, die kann man doch hier nicht so alleine lassen usw. So oder so ähnlich dürfte deren Reaktion gewesen sein.

Na ja jedenfalls hatten Sie nichts Besseres zu tun als diese 3 Tierchen auf den Arm zu nehmen und mitzubringen. Meine persönliche Begeisterung hielt sich in absoluten Grenzen.

Dazu muss man sagen, das hier in Uruguay unzählige Hunde auf der Strasse leben.  Dass diese sich paaren und vermehren ist also normal. Wenn wir jedem Hund den wir sehen nun ein zu Hause gewähren, wo kommen wir da hin? Ich denke das kann sich jeder ausmalen. Von den Kosten fürs Futter mal ganz abgesehen.

Blacky,Kira Baffy

Blacky,Kira Baffy

Leider gibt es sehr viele gewissenlose Uruguayer, die statt dafür zu sorgen, dass ihr Hund kastriert oder sterilisiert wird, aus Angst vor den Kosten, lieber die Hunde austragen lassen und dann die Welpen in einem Karton irgendwo am Straßenrand, vornehmlich in der Nähe von wilden Müllplätzen einfach wie ihren Müll eben aussetzen. Dabei gibt es jeden Monat kostenlose Kastrationen in verschiedenen Orten.

Zu dem Wurf, das habe ich hinterher über die Whats App Buschtrommel erfahren gehörten noch etwa 5 oder 6 weiter Welpen welche woanders untergekommen sind.

Das „Gastgeschenk“ sollte bleiben bis sie dann wieder aus Deutschland zurück kämen. Sie würden dann die Hunde abholen, was sie letztendlich auch gemacht haben. Es hat natürlich einige Monate gedauert. Von den Dreien hat eine nicht überlebt, sie ist, warum auch immer, von heute auf morgen gestorben. Die Zweite blieb bei meinem Partner in seiner Hütte und die 3. wurde dann mit noch einem Hund den ich aufgenommen hatte, weil die Besitzerin von Ihrem Mann in die Wüste geschickt wurde und sie deswegen wieder nach Deutschland zurück ging und ihn natürlich nicht mitnehmen konnte. Diese Hündin passte einfach nicht, es hat nicht funktioniert und sie verliebte sich in den männlichen Part des Pärchens und ging freudig mit denen mit. Also war uns allen geholfen.

Ausserdem hat sie mir meine geliebte Fibsi vertrieben welche nach Ihrem Erscheinen nicht mehr in Haus kam und letztendlich ganz abhaute.

Fibsi

Fibs war mal meine geliebte Katze bis sie von einem Hund vertrieben wurde.

Tja, langweilig wurde es niemals.

Die Suche nach einer geeigneten Partnerin hatte ich mittlerweile, nach einigen kleinen Liebeleien zwischendurch fast aufgegeben. Die Programme in denen ich angemeldet war brachten auch nichts außer Kosten, also wollte ich mich da schon wieder abmelden.

Doch bevor das wirklich geschah bekam ich eine Antwort. Nicht nur etwas belanglosen Text, nein sogar etwas Sinnvolles mit dem ich gedanklich etwas anfangen konnte. Folglich antwortete ich ihr natürlich und wir kamen ins Gespräch. Erst über das Programm, dann über die Buschtrommel und letztendlich führte es zum ersten Telefonat. Da das Frauchen sehr gut englisch konnte und mein spanisch immer noch nicht so war, dass ich mich flüssig unterhalten konnte, sprachen wir natürlich in englisch miteinander.

Wir machten dann für 3 Tage später einen Termin wo ich sie besuchen durfte.

Ihre erste Frage war, ich werde es nie vergessen: „Did I get a Hug when you come?“ Zu Deutsch: bekomme ich eine Umarmung wenn Du kommst?

Ich sagte natürlich und freute mich wie Schneekönig. 3 Tage ich denen ich nervös war wie ein Teenager vor dem ersten Date. Und das als über 60 Jähriger.

Es kam der Tag und ich machte mich auf den Weg. Pünktlich wie sich das für eine Deutschen gehört. Frisch geschniegelt und gestriegelt usw., die Entfernung von ca. 60 km nach Minas, wo sie lebte, war ein Klacks und das finden der Strasse ebenso. Selbst einen Parkplatz fand ich sofort und fast direkt vor Ihrem Haus.

Ja und dann stand sie da das Frauchen und öffnete mir die Tür um mich herein zu bitten. Drinnen schauten wir uns an und sie bekam als erstes die Versprochene Umärmelung von mir. Ja und was soll ich Euch sagen, in eben diesem Moment, da es hat Zoom gemacht. Aber sowas von aber auch.

Wie die Geschichte weiter geht, ja das erzähle ich Euch dann im nächsten Artikel.

Wie immer danke fürs lesen.

Liebe Grüße aus Uruguay

Peter

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