Träume werden real.

Auf einmal läuft Alles wie man will.

Rückblick auf 10 Jahre Uruguay.

Hallo aus Uruguay,

nachdem das mit der Bewusstseinserweiterung am Arequita ja so wunderbar geklappt hat und ich dort meine Botschaften erhalten habe, zeichnete sich der zukünftige Weg in Uruguay ganz deutlich ab.

Wie sagt man so schön: Es wurde Licht am Ende des Tunnels.

Jetzt wird sich Mancher wieder fragen, wie so denn Tunnel? Nun finanziell war immer noch Engpass, die neue Liebe und Beziehung war noch ganz frisch. Es musste noch so viel geregelt werden, da war noch nichts so sicher wie man sich das gerne wünscht.

Glasdach

In 5 meter Höhe über dem Wohnzimmer ein Glasdach.

Meine neue Maus hatte selbst so einige Problem welche sie noch nicht verdauen konnte. So war vor nicht all zu langer Zeit ihre heiß geliebte Mutter mit der sie zusammen lebte, ihrem Krebsleiden zum Opfer gefallen. Sie stand also plötzlich alleine da und musste auf einmal all das regeln was sonst ihre Mutter für sie regelte. Um Haus und Hunde unterhalten zu können war sie in drei Jobs involviert, doch es reichte trotzdem nicht hinten und vorne. Für die Hunde benötigte sie einen Gassigeher der wenigstens einmal am Tag die Hunde ausführte. Das über 100 Jahre alte Haus, eigentlich ein Schmuckstück, war an allen Ecken und Kannten Reperaturbedürftig. Vor allem das Glasdach über dem 5 Meter hohem Wohnzimmer leckte wenn es regnete. Die Elektrik aus dem letzten Jahrhundert konnte man getrost auch vergessen. Alles im Allen macht das ihren labilen Zustand nicht besser.

Das Wohnzimmer mit Kamin aber im ganzen haus keine Heizung. Im Winter natürlich sehr kalt.

Was also lag näher als sich zusammen zu tun?

Ich hatte den Platz auf meinem Grundstück wo die Hunde selbst schon genug Auslauf haben und eine kleine Hütte in der Platz für 2 Personen war. Was mir halt fehlte war das Bare. Da bewegt ich mich auf sehr dünnem Eis. Gut ich hätte mein Auto verkaufen können, aber nee es ging auch so. Irgendwie kamen wir schon hin. Wir? Na ja mein Kollege wohnt ja noch in einer anderen Ecke auf meinem Grundstück und daran hat sich auch bis heute nichts geändert.

Wenn man nun überlegt, wir wollen zusammen bleiben, wir haben beide Immobilien aber keine Kohle, was also liegt näher als zusammen zu ziehen und eine Immobilie zu verkaufen um damit dann an Bares zu kommen?

Eingang

Der Eingangsflur mit Wandgemälden und Stuck an der Decke. Alt und schön.

Einfach nur logisch oder?

Und ja genau das haben wir getan.

Ihr Haus wurde über einen Immobilienmakler zum Verkauf angeboten. Wie durch ein Wunder fanden sich auch bald einige Interessenten. Ein Kauf wurde initiiert und alles dafür erforderliche in die Wege geleitet. Da aber mit dem Kauf auch gleichzeitig Ihre Erbschaft abgewickelt werden musste zog sich das Ganze natürlich sehr in die Länge. Uruguayische Behörden, Notare usw. stehen den Deutschen in nichts nach. Alles is kompliziert und langwierig, dazu muss man in machen Dingen auch noch Zahlungen leisten welche unser eh schon knappes Kapital noch mehr dezimierten. Wie gut, das man Freunde hat welche man in solchen Situationen bitten kann und die dann auch noch geben.

Hier sag ich nochmals Danke. Bin mir sicher das es gelesen wird. 

Ja und hier kann ich nochmals auf meine Erkenntnis, dass Gedanken Realitäten erschaffen hinweisen. Es stimmt.

Im weitere Verlauf kam natürlich ihr Umzug zu mir zum tragen. Sie lebte mehr als 30 Jahre in Ihrem Haus. Dort war reichlich Platz. Dementsprechend hatte sie Möbel, ok die waren aber nicht das Problem, die sonstigen Dinge aber welche Frauen haben, Klamotten, teilweise neu und ungenutzt, original verpackt aber in Schränken versunken und vergessen. Winterklamotten, Sommerklamotten Schuhe, Taschen, Tücher und was weiß ich noch alles. Sachen von der Mutti von denen sie sich nun trennen musste. Da kam dann die Trauer wieder zum Vorschein. Ja das war nicht einfach für Sie, da musste ich Verständnis und Geduld aufbringen. Dazu ihre 3 Jobs. 2 im Krankenhaus in Minas und einer am Wochenende in Montevideo. Das arme Frauchen wusste wirklich manchmal nicht wo ihr der Kopf stand. Ich versuchte Ihr zu helfen wo ich konnte, aber es gab Dinge da konnte ich ihr einfach nicht helfen. Einige Möbel fanden den Weg in unser zukünftiges gemeinsames Haus. Andere wurden verkauft oder gar verschenkt. „Gute“ Freunde sind ja immer bereit etwas abzunehmen, leider hört und sieht man hinterher nichts mehr von ihnen.

Na ja ich denke das kennt jeder von Euch selbst. So trennt sich die Spreu eben vom Weizen.

Auch unser erster Krach kam zu dieser Zeit. Sie war es eben nicht gewohnt, dass nicht ausreichend Kohle da war. Mutter hatte anscheinend immer welche.

Fakt ist, im Laufe des Jahres nahm ich die ersten Hunde mit zu mir. Sie waren ja schon an mich gewöhnt und akzeptierten mich. Was war deren Freude so groß als sie hier auf das Grundstück kamen. Endlich raus aus dem relativ kleinen Hinterhof eines alten Stadthauses in die Weite eines eher ländlich geprägten Anwesens.

Meine Fahrten zu Ihr waren fortan immer leer und voll zurück. Ebenso füllte sich meine bescheidene Hütte und es wurde schnell klar, dass es irgendwie, obwohl ich damals beim Ausbau schon großzügig geplant hatte, eng wurde.

Nachdem Sie dann im Krankenhaus auch noch wegrationalisiert wurde, also Ihren einen Job dort verlor und nur noch den 2. behalten durfte, hat sie Diesen dann auch aufgegeben um dann immer mehr mit mir zusammen zu leben. Es hätte sich eh nicht mehr gelohnt jeden Tag dorthin zu fahren.

Wie sich das Ganze dann weiter entwickelte, das erzähle ich Euch dann das nächste Mal.

Wie immer danke fürs lesen und ganz liebe Grüße aus Uruguay

Peter

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One Reply to “Träume werden real.”

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