Schweizer Raubritter

Mainspeed LKW

So ein ähnlicher LKW von der Mainspeed war das!

Als Lkw-Fahrer bekam ich eine Tour von Frankfurt nach Mailand. Bedingt durch mein geringes Gesamtgewicht konnte ich durch die Schweiz fahren. In der Schweiz waren oder sind es auch heute noch nur 24 Tonnen Gesamtgewicht erlaubt. Wer drüber liegt, muss Umwege in kauf nehmen.

Es wäre der kürzeste und einfachste Weg gewesen, doch es war Winter und in den Alpen hatte es geschneit. Die Fahrt ging von Basel in  Richtung Zürich. Einige Kilometer vor dem Abzweig zum St. Gotthard Tunnel, den ich auf dem kürzesten Weg durchfahren wollte, stand ein Schild mit dem Hinweis, dass besagter Tunnel gesperrt ist. Eine Umleitung führte über Zürich und Chur.

So folgte ich nichtsahnend der Umleitung nach Chur, um dann ca. 50 Km vor dem St. Bernhardino Tunnel zu erfahren, dass dieser Tunnel für LKW mit Anhänger gesperrt ist. Somit musste wieder rumdrehen um zum, es gab keine andere Möglichkeit, St Gotthard zu gelangen.

Das Schöne an der Fahrt, ich lernte etwas die Schweiz kennen, ich fuhr auf Straßen, die von Schneemauern mit 2 Meter Höhe eingegrenzt waren. Somit kam ich, da ich diesmal quer durchs Land fuhr, durch Ortschaften, die mir dem Namen nach bekannt waren. Es war die Gegend von Wilhelm Tell.

Eigentlich hätte ich ja bald schon Feierabend. Meine Lenkzeit neigte sich dem Ende und ich war immer noch in der Schweiz, wo ich doch zeit mäßig längst in Italien hätte sein sollen.

Aber es war kein Parkplatz weit und breit, der Gotthard war auch nicht mehr weit, so fährst Du dann vom Ehrgeiz und aus Angst der Chef würde Dich entlassen weiter und immer weiter.

Dann kam die Autobahn, der Gotthard, der war wieder frei, ich ließ es laufen, um aus der Schweiz raus zu kommen und um Zeit aufzuholen. Dann sah ich die Tunneleinfahrt und zu meinem Schreck stand da die Polizei, und als ich diese sah, kam auch schon die Kelle. Als Deutscher war ich schon vom weiten zu erkennen und die Spedition war wohl auch schon negativ bekannt. Es erfolgte eine Kontrolle mit den üblichen Fragen und der Abgabe der Tachoscheibe, die ja als Beweis überall ihre Gültigkeit hat.

Es gab da nichts zu beschönigen, ich wusste es im Voraus, auch alle Entschuldigungen nützen mir nichts. Der Umweg, die Sperrung alles war egal. Der Bulle sagte Danke, das macht 220,– Schweizer Franken, zu damaliger Zeit, ein Haufen Deutsch Mark.

Nach Langem hin und her, Du hast da keine Chance, Du musst zahlen es hilft Dir nichts, legte ich die 220,– Schweizer Franken hin und bekam sogar eine Quittung.

Jetzt allerdings sollte man meinen, dass ein Lkw-Fahrer, der mit zu viel Fahrzeit gestellt wird, festgehalten wird. Nein das war nicht der Fall, ich durfte nach Entrichtung der Gebühr weiter fahren obwohl ich eigentlich eine Gefahr für den Verkehr, den Tunnel usw. dargestellte.

Allerdings war mein Adrenalinspiegel so hoch in dem Moment, dass ich wohl niemals hätte schlafen können, zumal es auch die erste Fahrt meines Lebens durch einen fast 16 Kilometer langen Tunnel war. So ein Erlebnis putscht einen derart auf und macht ein mögliches Einschlafen recht unwahrscheinlich. Zum Schlafen war dann genug Zeit an der italienischen Grenze.

Seit diesem Tag weiß ich jedenfalls, dass die Schweizer ein ganz geldgieriges Völkchen sind..

Liebe Grüße aus Uruguay

Peter 

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LKW-kontrolleCH
So ähnlich darf man sich die Kontrolle vorstellen.

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