Saure Gurken Zeit.

Manchmal läuft es eben nicht so ganz.

Rückblick auf 10 Jahre Uruguay.

Hallo aus Uruguay,

während ich im Laufe der Jahre die ich in Uruguay nun lebte, anfing die uruguayische Mentalität immer besser zu verstehen, gefiel mir Diese auch gleich so gut, dass ich anfing vieles davon für mich und mein Leben zu übernehmen.

Das Wichtigste an dieser Einstellung ist wohl nichts so heiß zu essen wie es gekocht wird.

Daran sollten sich sehr viel mehr Menschen halten. Besonders wenn es mal nicht mehr so läuft wie man es sehr gerne hätte.

Auf Schatten folgt Licht, auf Regen natürlich Sonnenschein. Das sind ungeschriebene Naturgesetze und dies gelten auch für uns Menschen.

Nachdem also mein Freund und Geschäftspartner auch den Weg nach Uruguay gefunden hat mussten nun 2 Mäuler satt werden. Finanziell ja gut, ich habe mich ein wenig vergallopiert, es war alles da was Mensch braucht aber das Bare, das Ware es wurde etwas eng und eine saure Gurken Zeit fing an.

Cannabispflaze

Unsre ersten Cannabispflanzen.

Nicht das wir nicht genug zum essen und trinken gehabt hätten, nein nein, nur für nötige Extras war eben nichts da und was da so geschäftlich rein kam, das war halt mal eben so, dass es reichte aber mehr auch nicht. Ich denke das kennt jeder von Euch. Dafür aber bauten wir nun auch ganz legal Cannabis an und ich lernte erstmals wie gut das Kraut ist und welche Nutzen man für sich selbst daraus ziehen kann. Ansonsten lernte ich das Geld in seiner Wichtigkeit total überschätzt wird und wir mit einem Leben ohne Geld vielfach besser dran wären als mit. Leider wird es die nächsten vielen Jahre nur ein Traum bleiben.

Wir haben damals dann unser Nexusnet gegründet und wie immer wenn man etwas neu anfängt dauert es eine ganze Weile bis es greift. Diese Zeit muss man überbrücken können.

So tröpfelte die Zeit der Jahre ohne großartige nennenswerte Ereignisse dahin. Es wurde aber niemals auch nur einen Moment langweilig, wir hatten genug zu tun. Der PC und die Arbeit damit, der Garten, die Hühner und damals hatten wir auch 2 Gänse welche ich 2015 angeschafft hatte. Gitta und Gustav. Hund und Katze. Alles wollte unsere Aufmerksamkeit.

Gitta und Gustav waren zwei ganz liebe Tiere, sie hatten nur einen ganz gewaltigen Nachteil, überall wo sie gehen und stehen lassen sie etwas liegen, dass in solchen Massen, das man dem kaum Herr werden kann. Der Tümpel welchen wir extra für die Beiden errichtet haben war innerhalb von 4 Wochen so zugeschissen, dass man wieder das Wasser ablassen und neu machen musste. Da kann sich nichts im Wasser aufbauen. Im Garten selbst lagen überall grüne Kuddel rum, die zwar 100% grün und Natur waren, nicht stanken aber halt unansehnlich aussahen und mit der Zeit wirklich überhand nahmen.

Kurz und gut wir schenken Gitta und Gustav die Freiheit. Wir brachten sie an eine Ort von dem wir dachten, dass sie es dort gut haben werden und haben sie ausgewildert. Mehr als frisches Grün und Wasser brauchen Gänse nicht um glücklich zu sein 🙂 Das war dort ausreichend vorhanden. Auch unser Cannabis Pflanzen waren von dem Moment an sicher. Gänse fressen eben auch Alles.

Zwischendurch kam der Eine oder Andere Deutsche auf einen Besuch, durch meine Tätigkeit hier in diesem Blog und auch auf dem Schwesterblog war ich natürlich eine erste Anlaufstelle für geplante Auswanderer bzw. Einwanderer. Viele wollten wissen wie und was man da am besten macht. Gerne gaben wir Auskunft und fast jeder war uns willkommen. Obendrein brachte auch fast jeder was aus Deutschland mit. Dinge welche man hier überhaupt nicht bekommt, aber gewohnt ist. Senf zum Beispiel, den welchen man hier bekommt, den kann man getrost in der Pfeife rauchen, schmeckt nicht. Kaisers Natron bekommt man hier auch nicht. Das Natron was es hier gibt schmeckt einfach nicht. Ja und noch so einige Dinge mehr. Die Kontakte bestehen teilweise heute noch, wenn man sich sieht grüßt man sich, aber sonst vermisst man sich auch nicht weiter.

So tröpfelte die saure Gurken Zeit etwas mehr als 2 Jahre so ganz langsam und gemütlich, so nach uruguayischer Art dahin.

Ich versuchte die eine oder andere Beziehung mit sehr wenig Erfolg und dem Wissen, dass die jungen Damen nicht mich sondern wohl eher die Versorgung suchten und letztendlich als ich schon aufgeben wollte, weil einfach nicht das kam was ich mir wünschte, da machte es Ende 2017 plötzlich Zoom oder Boom, na ja egal, auf alle Fälle schlug die Liebe wie eine Bombe bei mir ein und veränderte mein Leben schon wieder auf äußerste positiv.

Wie war das mit dem Gedanken erschaffen Realitäten?

Schon wieder bestätigte sich das.

Doch davon dann wieder im nächsten Artikel.

Wie immer danke fürs lesen.

Liebe Grüße aus Uruguay

Peter

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