Präsidentenwahl in Uruguay.

Kommt es endlich zum Wechsel?

Hallo aus Uruguay,

auch Uruguay hat gestern am Sonntag dem 27.10. gewählt.

Was ich von Wahlen in Allgemeinen halte wird wohl jeder der mich näher kennt wissen.

Wenn Wahlen etwas bewirken würden, dann wären sie längst verboten und Die welche man wählt haben nichts zu sagen während man die welche das Sagen haben nicht wählen kann!

Dennoch, solange das System noch besteht sind sie wohl das einzige Mittel um eine Veränderung herbei zu führen.

Was Uruguay angeht, so glaube ich hier noch eher an ein ehrliches Wahlergebnis als in Deutschland.

Hier herrscht WAHLPFLICHT!

Wer nicht zur Wahl geht muss eine Strafe bezahlen. Somit kann man eigentlich davon ausgehen, dass es zu einem einigermaßen ehrlichen Ergebnis kommt.

Der amtierende Präsident Tabere Vazquez       Foto: RCN Radio

In den 10 Jahren welche ich nun in Uruguay lebe, habe ich nur eine Partei und zwei Präsidenten erlebt. Als ich ankam war der momentane Tabere Vazquez Präsident und wurde von seinem Partei Kollegen dem zu Unrecht legendären Jose (Pepe) Mujica von der gleichen Partei der Frente Amplio ersetzt. Jeder Präsident darf in Uruguay nur für 5 Jahre regieren und muss dann ausgetauscht werden. Allerdings darf er sich nach 5 Jahren Pause zur Wiederwahl stellen, was auch hier in Uruguay geschehen ist. Somit wurde Tabere Vazquez nach Pepe Mujica erneut Präsident.

Damit war nun die Frente Amplio 15 Jahre an der Macht von denen ich 10 Jahre erleben durfte.

Wenn jetzt jemand denkt, dass hier alles besser geworden ist, der irrt.

Die Preise haben sich in den 10 Jahre geradezu verdoppelt. Die Gehälter aber nicht. Die Korruption soll in Uruguay angeblich am geringsten sein. Angeblich!!!!

Vazquez ist ein Onkologo, also ein Krebsarzt.

Uruguay ist ein Land mit sehr hoher Krebsrate. (Jeder möge seinen Teil dazu denken) Jodiertes und oder flouriertes Haushaltssalz sind hier Pflicht und tun ihr Übriges dazu. Die Einfuhr von helfenden Medikamenten (hochdosiertes D3 und K2) sind natürlich verboten. Und Vieles mehr.

Vazquez Familie ist groß. Alle seine Verwandten wurden großzügig in höhere Posten verteilt. Die staatliche Bank Brou bekam eine neue Software bei der alle Kontonummern ausgetauscht wurden, man munkelt, das einer der Söhne von Vazquez dahinter steckt, sein Bruder ist Chef der Rentenversicherung geworden usw. Ich möchte nicht wissen was da noch so unter der Hand gelaufen ist.

Aber offiziell gibt es kaum Korruption in Uruguay. Es darf gelacht werden.

Nun zur Wahl.

So wie ich das verstanden habe, muss die führende Partei einen Abstand vom 10% erreichen um im ersten Wahlgang als gewählt zu gelten.

Dieses Ergebnis hat offensichtlich die amtierende Frente Amplio, wenn auch knapp, verfehlt.

Somit kommt es in ca. 4 Wochen zu einer Stichwahl bei der sich die nun unterlegenen Parteien die gegenseitige Unterstützung zusagten. Übrigens genau so waren auch die Prognosen.

Es sieht also danach aus als würde es nach 15 Jahren endlich zu einem politischen Wechsel von Links nach Rechts kommen. Ganz dem weltweiten Trend entsprechend.

In wie weit das natürlich zu einer Verbesserung der Lebensumstände in Uruguay führt kann ich hier und heute nicht beurteilen. Aber es kann eigentlich in vielen Dingen nur besser werden.

Frage ist, wie kommt die uruguayische Mentalität mit einem Wechsel zurecht?

Wenn man sieht wie hier gearbeitet wird, mit welcher Einstellung man hier ans Werk geht, werden sich einige Viele wohl gewaltig umstellen müssen. Zu Recht kann ich nur sagen.

Wie es weiter geht, darüber werde ich berichten.

Liebe Grüße aus Uruguay

Peter

Nachtrag:

Dieses passende Foto habe ich gerade auf Facebook entdeckt, es sagt 100% die Wahrheit über den Zustand der Frente Amplio aus.

frente Amplio.

Die Wahrheit über die FA.  Ouelle: facebook

 

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