Meine erste Woche in Uruguay.

Rückblick auf 10 Jahre Uruguay.

Hallo aus Uruguay,

nachdem ich nun meine erste Nacht im meinem neuen 2×2 Meter Abteil Domizil verbracht hatte, ging es um das realisieren, das man nun aus dem Hamsterrad ausgestiegen ist. Jeder kennt das, Du schuftest jeden Tag, als selbständiger Dienstleister, Deine 16 – 20 Stunden, dann von einem auf den anderen Tag fährst Du alles runter und musst sehen wie Du einen ganzen Tag, ja ne Woche oh ne sogar nun das ganze restliche Leben produktiv gestaltest. Ich sag Euch, das ist nicht so einfach.

Ok, in Montevideo standen nun Termine an denn ich wollte ja in Uruguay bleiben und mir ein neues Leben aufbauen.

18.julio

Die 18. de Julio ist eine der größten Einkaufstraßen in Montevideo.

Somit benötigte ich als Erstes mal eine Cedula. Das ist die uruguayische ID-Karte mit der Du zu einer Nummer wirst. Ja so etwas ähnliches wie der Personal Ausweis. Und auch hier wird der Name in großen Buchstaben geschrieben. Am Personen Status ändert sich also nichts, Du bist lediglich in einem anderen Land im dem ebenfalls die Rothschild Machenschaften durchgesetzt wurden.

Voraussetzung dafür sind die mitgebrachten Papiere und ein Gesundheitszeugnis welches man in Montevideo selbst macht. man braucht dazu einen Impfnachweis und zumindest die Tetanusimpfung sollte aktuell sein. Das braucht man aber nur beim ersten Mal, dann ist es wieder fast egal.

Ein Bankkonto muss eingerichtet werden.

Genau dafür hat man seinen Einwanderungshelfer bezahlt, das er all diese Schritte mit Dir zusammen geht und erledigt. er oder sie kann die Sprache und kennt die Gegebenheiten.

Ein Handy muss besorgt werden.

Da es im Gegensatz zu Deutschland in Uruguay keine Meldepflicht gibt, benötigt man eine aktuelle Rechnung um damit einen Adressennachweis zu haben. Ein Handyvertrag wird in der Regel akzeptiert. Und wenn jetzt Jemand denkt, dass man wegen der fehlenden Meldepflicht über Dich nichts weiß, der irrt sich gewaltig. Es gibt andere Wege der Kontrolle.

All das erledigt man am besten in der ersten Woche. Für alles muss man Zeit einplanen, denn in Uruguay hat man noch und man nimmt sie sich auch, die Zeit. Das fängt schon damit an, dass man überall eine Wartenummer ziehen muss um sich dann geduldig hinzusetzen bis man an die Reihe kommt. Das kann besonders bei der Bank, sehr zeitaufwendig sein.

Zwischendurch geht man dann mal irgendwo auf eine Tasse Kaffee und isst dazu ein paar süße Teilchen.

So wird man meist von seinem Einwanderungshelfer durch die Stadt gefahren und man sieht schon mal das Eine oder Andere was im späteren Verlauf wichtig sein kann.

Da ich mich ja nicht den ganzen Tag in meinem 2×2 Meter Abteil aufhalten kann und wollte, nutze ich natürlich auch die Zeit dazu die näher Umgebung kennen zu lernen. Somit waren längere Spaziergänge gerade in der ersten Woche angesagt. Abends gabs dann meist wieder ein Steak oder ich lernte einheimische Spezialitäten kennen. So zum Beispiel die Milanese, was ja eigentlich nichts anderes ist als ein Schnitzel halt nur aus Rindfleisch. Oder aber das Chivito, eine dünne Scheibe Rindfleisch, dazu entweder weiches Brötchen mit Ei Tomate und Salat oder als Teller mit guten Kartoffelsalat  und Pommes. Einfach lecker sag ich Euch. Dass hier in Uruguay alles ohne Salz hergestellt wird liegt an der Gesundheitspolitik von Uruguay. Es gibt hier nur mit Jod und oder Jod und Flour versetztes Salz zu kaufen. Da das, verständlicher Weise, nicht jeder mag kocht man halt ohne und stellt das Salz zum nachwürzen zur Verfügung. Lernt man aber auch erst nachdem man ein weile im Land lebt. Für privat kann man Meer oder noch besser Himalaya Salz kaufen.

Chivitos

Ein Chivito Teller als volle Mahlzeit und das Chivito für Zwischendurch.

Abends war ich dann von den neuen Eindrücken doch ziemlich erschlagen so dass ich immer recht gut einschlafen konnte. Problem war nur, nach maximal 5 Stunden wachte ich auf und Lärm machen wollte ich aus Rücksicht natürlich auch nicht. So waren die Nächte immer wieder recht lang.

Ich fing an zu lesen, etwas was ich schon sehr lange nicht mehr getan hatte. Bücher habe ich von meiner damaligen Einwanderungshelferin erhalten, denn in meinem knappen Gepäck war dafür natürlich kein Platz.

Wie es dann weiterging erzählen ich im nächsten Artikel.

Liebe Grüße aus Uruguay

Peter

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