Kurzgeschichte

Es kam wies kommen musste
Es kam wies kommen musste

Dies ist die kurze Geschichte eines nicht ganz so normalen Lebens.

Schon vor der Geburt trafen sich Zwei, die sich eigentlich nie hätten treffen dürfen, um allen Widerreden zum Trotz, den Bund einer von vorneherein gescheiterten Ehe einzugehen.

Es kam, wie es kommen musste, die Kopulationen zeigten ihre Auswirkung und es entwickelte sich eine Frucht im Mutterleib, die irgendwann nach fast 10 Monaten zu einem Baby werden sollte.

Wieso 10 Monate? Nun das Baby, ein Knabe, wusste wohl was ihn auf dieser Erde erwartet und ließ sich noch 14 Tage mehr Zeit als ihm eigentlich zustanden. Diese 14 Tage nutze er dann um sich so richtig dicken Speck anzueignen und um stark genug zu werden. Trotzdem schien er es sich nochmal anders zu überlegen und drehte sich einfach um, damit er dann, als es kein Entrinnen mehr gab, als Steißgeburt, mit dem Arsch zuerst die Welt zu erblicken, wohl um dieser zu sagen: Oh Welt, Du gehst mir am Arsch vorbei.

Genau unter diesen Aspekten entwickelte sich sein ganzes Leben, er war nie anpassungsfähig und rannte auch niemanden hinterher, im Kindergarten, und in der Schule war er der Außenseiter, selbst bei der Bundeswehr brauchte er überdurchschnittlich lange bis zu seiner ersten und einzigen Beförderung, wobei diese Zeit für ihn das reinste und im wahrsten Sinne des Wortes, Spießrutenlaufen war, da Selbiger, seine helle Freude daran hatte Befehle zu erteilen deren Sinn und Zweck ihm bis heute unverständlich geblieben sind und von ihm als reinste Provokation und Sinnlosigkeit empfunden wurden.

Doch das einzig Wahre an dieser Zeit, war wohl die Erkenntnis für ihn, sich für den Rest seines Lebens aus jeglicher Gemeinschaft herauszuhalten und immer seinen eigenen Weg zu gehen.

Es bestätigte sich auch immer wieder, die Gesellschaft forderte und verlangte seine Anpassung an Selbige! Er der normal nichts damit am Hut hatte, aber doch Niemandem weh tun wollte, versuchte es auch meistens.  Aber es war immer das Gleiche, die Ansprüche stiegen, man wollte immer mehr von ihm, zu dem er nicht bereit war es zu geben und somit war der Ausschluss aus der Gesellschaft  nur noch ein Frage der Zeit, was für ihn dann immer wieder einen Neuanfang bedeutete.

Und genau so lebt er nun schon über 50 Jahre glücklich und zufrieden, ohne seine Einstellung jemals bereut zu haben, was allerdings nicht immer ganz einfach war und auch in Zukunft nicht sein dürfte.

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