Fußballfieber in Uruguay

Wie in den meisten südamerikanischen Ländern wird Fußball sehr großgeschrieben und ist zweifelsohne die wichtigste Sportart im Land. Viele Männer und Frauen träumen von einer Karriere als Profisportler, um die Welt zu bereisen und um auch aus ärmeren Schichten eine Zukunftsperspektive zu erlangen. Für den Sport herrscht eine echte Leidenschaft und Spiele im Stadion laufen in der Regel äußerst temperamentvoll und emotional ab. Ein Blick in die Welt des Fußballs zeigt, wie Uruguay dabei ganz im Fokus steht.

Montevideo – Stadt des Fußballs

Im Vergleich zu anderen südamerikanischen Ländern erscheint Uruguay als relativ kleines Land, das jedoch bemerkenswerte Errungenschaften im Fußball gemeistert hat. Die meisten Vereine des Landes haben ihre Heimstadien in der Hauptstadt Montevideo, die direkt am Meer liegt. Die bekanntesten Vereine in der Stadt sind Peñarol und der Club Nacional. Der Buchautor und Fußballexperte Hardy Grüne beschrieb die Stadien der beiden Vereine jedoch als sehr unterschiedlich. Der Club Nacional verkörpert beispielsweise genau das, was in Uruguay die beliebte Sportart ausmacht. Das Stadium liegt demnach zentral in der Hauptstadt, sodass der Fußball mitten im Leben stattfindet. Das Heimstadion von Peñarol hingegen liegt relativ außerhalb und ist dadurch nur schwer zu erreichen. Er vergleicht den Verein außerdem mit dem FC Bayern, einen erfolgreichen Club, der die Meisterschaft bereits 52 Mal für sich entscheiden konnte. Fans für die beiden Teams gibt es in Montevideo und ganz Uruguay zahlreiche.

Fußballspieler aus Uruguay

Einer der derzeit besten Spieler aus der Nationalmannschaft spielt bereits seit 2014 für den FC Barcelona. Die Rede ist von Luis Suarez, der aufgrund seiner berühmten Handgesten beim Torjubel unter dem Spitznamen El Pistolero (Übersetz.: Pistolenschütze) bekannt ist. Laut offiziellen Angaben soll sich der Spieler derzeit einer medizinischen Behandlung unterziehen und konnte so bei einigen Spielen nicht teilnehmen. Bei der UEFA Champions League ist der 33-jährige Mittelstürmer jedoch hoffentlich wieder fit, denn in den Fußball-Quoten steht FC Barcelona derzeit mit einem Wert von 7.00 nur an zweiter Stelle für den Gesamtsieg (Stand 4.11.). Auch der Nationalmannschaftsspieler Edinson Cavani hat sich bereits in verschiedenen Ligen einen Namen gemacht. Ursprünglich aus Uruguay kommend, hat der Spieler auch eine italienische Abstammung und die meiste Zeit in europäischen Teams gespielt. Derzeit steht er bei Paris Saint-Germain in der ersten französischen Liga unter Vertrag. In seiner Geburtsstadt Salto nahe des Rio Uruguay wurde der Sportler mittlerweile zum Ehrenbürger ernannt.

Erfolge groß gefeiert

Uruguay ist auf seinen Erfolg im Fußball stolz und hat dazu auch jedes Recht. Scherzhaft nennen die Menschen in Uruguay ihre Nationalmannschaft gerne „die besseren Argentinier“. Das nationale Team wird als Le Celeste bezeichnet und steht für „die Himmelblauen“. Damit hat das Team nicht nur eine schöne Farbe erhalten, sondern wird auch symbolisch in den Himmel gehoben. Dass die Spieler auf Wolke sieben schweben, ist kein Wunder, vor allem wenn man sich die großen hellblauen Siegeszüge durch die Stadt ansieht. Hier wird Fußball richtig emotional gefeiert. Auch sehr emotional: Die Gefühle der Spieler. Besonders Luis Suarez musste an seinem Aggressionspotential arbeiten, nachdem er bereits zum wiederholten Mal einen Gegenspieler gebissen hatte. Der Stürmer soll sich seit damals jedoch verändert haben und einen kühleren Kopf bewahren können.

In Uruguay wird Fußball leidenschaftlich gespielt, beobachtet und zelebriert. Der Sport ist wie in vielen südamerikanischen Ländern besonders wichtig und wird auch genauso behandelt. Jeder fiebert so bei Spielen der Nationalmannschaft und den bekannten Vereinen mit und natürlich wird der Sport ebenfalls in fast jedem Magazin thematisiert. Man könnte fast sagen, Uruguay lebt den Fußball!

Bitte teilen! :)
  •  
  •  
  • 1
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
    1
    Share

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.