Ein selbst erlebtes Finale.

Freitodbegleitung!

Einnehmen und für immer einschlafen.

Einnehmen und für immer einschlafen.

Eine nette Dame, über 80 Jahre alt, ist sehr krank und gebrechlich. Sie sitzt im Rollstuhl und ist auf eine Sauerstoffflasche angewiesen um einigermaßen Atmen, ja leben zu können, was ohne die Hilfe von Außenstehenden sowieso schon lange nicht mehr möglich ist. Deshalb fristet Sie Ihr Dasein in einem Pflegealtersheim und wartet auf ein gnädiges Ende mit in der Hoffnung der Herrgott möge doch bald ein Erbarmen mit Ihr haben.

Doch Ihr Kopf und Verstand ist noch so was von klar und Ihr Herz schlägt noch kräftig und stark, sodass Ihr Wunsch, ohne fremde Hilfe, wohl kaum so bald in Erfüllung geht. Weil es in Deutschland verboten ist Ihr diesbezüglich zu helfen denkt sie darüber nach, es im Ausland zu versuchen.
Es gibt Institutionen, die sich auf dieses Problem spezialisiert haben und bereit sind, diesen Menschen einen würdigen Abschied, aus dem hiesigen Sein, zu ermöglichen.

Diese Institutionen findet man aber nicht in Deutschland, also muss diese Dame auch noch in ein anderes Land, die Schweiz, gebracht werden welches dann meine Aufgabe war, nachdem sich ein Familienangehöriger, der sich Ihrer annahm, an mich gewendet hatte.

Ich fuhr dann mit den 2 Personen in die Schweiz. Dann in die Nähe der schönen Stadt Zürich um einen dortigen Arzt aufzusuchen. Dessen Aufgabe war es noch einmal die Dringlichkeit Ihres Wunsches sowie die Hoffnungslosigkeit Ihres Lebens zu überprüfen um dann sein Ok zu der geplanten Aktion zu geben. Nachdem dieses erledigt war, fuhr ich die 2 Personen, ohne zu wissen, was eigentlich geschehen sollte, zu einem Wohnblock mitten in Zürich. Ich war dann noch behilflich beim Überwinden einiger Treppenstufen, bis man die Dame in einen Raum brachte, in dem Sie von einem „Begleiter“ empfangen wurde und ich Ihr Lebewohl sagte.

Ab hier war fürs Erste mein Job erledigt und ich wurde gebeten in einem nahe gelegenen Restaurant einen Kaffee zu trinken und mich 2-3 Stunden zu gedulden, bis die Rückreise angetreten wird.

Nach dieser Zeit kam der Angehörige mit dem leeren Rollstuhl zu meinem Wagen, lud diesen und auch die Sauerstoffflaschen ein und ich fragte, was denn los sei und wo die Dame wäre. Darauf bekam ich zur Antwort: „Dies braucht Sie jetzt nicht mehr, da sie gestorben sei.“

Jeder kann sich jetzt wohl meine Verblüffung vorstellen.

Sprachen lernen!

Schweizer Deutsch ist auch nicht so ohne 🙂

Wir sind dann auf einen Kaffee in das Restaurant gegangen, weil wir auf den Staatsanwalt und Arzt usw. warten mussten, welche die Richtigkeit des Tuns bestätigten und unterhielten uns über den Vorgang.

Sie bekam einen Drink, den Sie freiwillig und im vollen Bewusstsein trank. Sie ist danach innerhalb von 5 Minuten, mit einem Lächeln auf dem Gesicht, friedlich eingeschlafen und nie mehr aufgewacht.

Dies nenne ich einen würdigen Abgang, für den ich im Nachhinein mein vollstes Verständnis zeige. Ich wäre immer wieder bereit jedem, der diese Hilfe nötig hat, zu helfen.

Wieso allerdings in der Weltmacht USA, zum Tode verurteilte, trotz angeblich humaner Spritze einen mehrere Minuten dauernden Todeskampf führen müssen bleibt mir ein Rätsel!

So ähnlich war die Situation!

So ähnlich war die Situation!

Auch nach so vielen Jahren nun bleibt diese für mich unvergesslich!

Liebe Grüße aus Uruguay

Peter

PS: Übrigens kosten Webseiten Geld welches ausschließlich privat finanziert wird, darum sind auch wir auf Eure Spenden angewiesen. Statt unnützen Spendenfirmen Geld in die Tasche zu schieben, unterstützt bitte die Wahrheit welche auf privaten Blogs wie diesem hier verbreitet wird.

Spenden sie bitte über PayPal, 5EUR, 10EUR, 20EUR, 30EUR, 50EUR, 100EUR

Vielen Dank!

Bitte teilen! :)
  • 6
  •  
  •  
  • 2
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
    8
    Shares

Kommentare

Kommentare

7 Replies to “Ein selbst erlebtes Finale.”

Kommentar verfassen