Familienereignisse!

Bist Du weg, bist Du außen vor.

Rückblick auf 10 Jahre Uruguay.

Hallo aus Uruguay,

für deutsche Verhältnisse zwar arm aber glücklich über die gewonnene Freiheit lebte ich mich immer mehr in meiner neuen Hütte ein. Das Leben in der Natur allerdings musste ich als Städter, der eigentlich nie großartig was mit der Natur zu tun hatte, erst einmal lernen. Da macht man dann schon fantastische Erfahrungen.

Eine davon ist zum Beispiel die Aloe Vera.

Aloe Vera

Eine schöne Aloe Vera.

Sie wächst hier bei mir im Garten, fast wie Unkraut möchte ich sagen, diese Pflanze hat es aber gewaltig in sich. Sie ist eine Apotheke schlechthin. Als ich durch ein dummen Zufall auf eine Biene trat, und welche mir dafür in den großen Onkel stach, was dann aber so richtig weh tat, nahm ich etwas Saft der Aloe und strich diesen auf den Stich. Hey, wie durch ein Wunder, meine Schmerzen gingen weg und am nächsten Tag war auch nichts mehr zu sehen. Ähnliches passierte mir mit einer Blase welche ich mir lief und des öfteren mit Sonnenbrand. Nein ich nehme keine Sonnenschutzmittel.

Dann dachte ich mir, was außen gut tut kann auch innerlich nicht schlecht sein. Darum habe ich die Aloe dann auch zur persönlichen Einnahme zubereitet. Und ja es hilft bei sehr Vielem.

aloesaft

Aloe Vera Fruchtfleisch mit Honig im Glas gerührt und geschüttelt!

Ich lernte wie mächtig Zitronen sind, Knoblauch, Zimt und vor allem Honig. Kurkuma, Koriander und Oregano, alles Dinge welche ich zwar vom Namen her kannte aber mich niemals persönlich damit auseinander setzte. Plötzlich wurden diese Naturprodukte für mich wichtig. Ich hatte auf einmal Feigen im Garten, man was sind die so lecker wenn mir die Vögel noch ein paar wirklich Reife übrig lassen. Äpfel, Mandarinen und auch Pflaumen, sowie Pomelo und Pfirsiche wachsen hier auf diesem Grundstück.  Alles Dinge für die man im Supermarkt viel Geld bezahlt. Hier gibt es das kostenlos. Und wenn ich selbst nicht genug hatte, bekam und bekomme ich noch vom Nachbarn etwas ab. Im Gegenzug gab und gebe ich von dem ab was ich selbst nicht nutze. Durch die bevorstehende Legalisierung von Cannabis in Uruguay fing ich mich auch damit an zu beschäftigen.

So lebt ich mich ruhig und friedlich in Uruguay ein.

Ich versuchte weiterhin über das Internet Geld zu verdienen was auch so langsam, aber immer noch nicht ausreichend, rein kam. Doch Geld ist ja nicht Alles. Dennoch bei meinem Freund zeichneten sich Änderungen ab und es sah so aus, dass er mir, selbst wenn er wollte, nicht mehr lange helfen konnte. Seine Stimmung bei unseren täglichen Skype Gesprächen wurde immer mürrischer und des öfteren musste ich mir den Satz: „Ob ich meine Kohle jemals wieder bekomme?“ anhören. Verständlich sage ich heute. Es waren ja mittlerweile schon einige Euros zusammen gekommen welche ich ihm schuldete.

Ich aber versuchte ihn mit den Worten. „Du wirst alles wieder bekommen!“ zu beruhigen.

Hier an anderer Stelle sagte ich schon einmal: „Geld kommt immer wieder!“ Ich war da sehr zuversichtlich. Woher ich diese Zuversicht nahm? Ich weiß es nicht. Aber sie war da und ich habe Recht behalten. Davon aber später mehr.

Ja dann waren da noch die Familienereignisse zu denen ich natürlich nicht hinreisen konnte. 2011 machte mich meine große Tochter zum dritten Mal zum Opa. Eine süße kleine Enkelin. Leider habe ich sie bis heute nur per Skype gesehen und niemals in den Arm nehmen können, was für mich natürlich sehr traurig ist und wirklich den einzigen Wermutstropfen am Auswandern darstellt.

Lana

Meine süße Enkelin welche ich nur per Skype kenne.

2013 aber verabschiedete sich meine Mutter mitsamt Ihres, wohl innig geliebten Ehemanns, in die ewigen Jagdgründe. Ich sag nur Krebs. Bei der Beerdigung war ich natürlich auch nicht zugegen.

Darum auch die Aussage: Bist Du weg, bist du außen vor!

Wäre ich da gewesen, es hätte Sie auch nicht wieder lebendig gemacht. Letztendlich aber hat Ihr Tod meine Einstellung zum Leben und seinem Ende eine deutliche, wenn nicht sogar drastische, Wendung in meinem Denken dazu erzeugt. Wie sehr sich dadurch dann mein Leben mal wieder änderte habe ich zum Zeitpunkt ihres Todes, nicht mal ansatzweise, geahnt.

Doch davon erzähle ich im nächsten Artikel.

Übrigens war das dann auch die Geburtsstunde meines Blogpositiv weil mir klar wurde, dass positives Denken unser Leben, eben positiv, beeinflusst.

Deswegen sage ich auch:

Gedanken erschaffen Realitäten.

Zumindest ist es bei mir so, weil ich eben daran glaube.

Wer nicht an sich selbst glaubt, der hat eh schon verloren.

Danke fürs lesen.

Liebe Grüße aus Uruguay

Peter

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