Der Tod gehört zum Leben.

Warum aber belegen wir ihn so negativ?

Hallo aus Uruguay,

und wieder hat der Tod in meinem Umfeld zugeschlagen. Als erstes hat uns die liebe Hündin Azul über die ich letztens berichtet habe urplötzlich nach kurzer Krankheit für immer verlassen und dann ist meine Oma im Alter von 105 Jahren endlich über die Regenbogenbrücke gegangen.

Endlich?

Nun mit 102 konnte ich mich mit Ihr noch unterhalten, mit 103 war es nur noch leidlich und mit 104 so gut wie gar nicht mehr, ich war mir damals schon nicht mehr sicher, dass sie meinen Anruf noch realisierte. Zu Ihrem 105. brauchte ich gar nicht mehr anrufen denn sie war absolut nicht mehr in der Lage zu antworten. Nun ist sie endlich erlöst worden. Als Leben kann man dieses Siechtum in dem sie sich befand wohl aus menschlicher Sicht nicht mehr bezeichnen.

Doch immer wenn so ein Ereignis eintritt macht man sich Gedanken zum Tod.

Warum werden wir wenn jemand stirbt so traurig? Wir wünschen oder sagen wir es doch ehrlich, die Meisten heucheln es weil es sich eben so gehört, Beileid. Was also ist an diese Tod so schlimm, das man da so traurig drüber ist?

In meinen Augen ist es unsere religiöse Erziehung, das ewig dumme Geschwafel der Pfarrer und Pastoren welche den Tod, der ja etwas ganz natürliches ist, so negativ belegen.

Ich persönlich finde, dass wir uns für den Menschen freuen sollten wenn er sein Leben erfolgreich abgeschlossen hat. Der Tod gehört ja zu unserem Leben dazu denn er wird uns bei der Geburt ja schon in die Wiege gelegt. Was also soll denn dann daran so negativ sein?

Negativ ist er für das System welches uns ja steuert, denn mit dem Tod fällt ein zahlendes Mitglied endgültig aus welches man sein ganzes Leben wie eine Weihnachtsgans ausgenommen hat. Tote verdienen nichts mehr, konsumieren nichts mehr und nutzen auch keine Pharmazie mehr, selbst für den Arzt ist nach Ausstellung des Totenscheins die Verdienstquelle trocken gelegt.

Somit ist das System das Einzige was wirklich um einen Toten trauert.

Ok die Angehörigen trauern auch über den Verlust eines geliebten Menschen. Meistens und nicht immer. Im Falle meiner Oma wohl nicht mehr auch wenn es nach Außen anders dargestellt also geheuchelt wird. Es muss ja für die Anderen zumindest der Anschein gewahrt werden. Spätestens dann nach den berühmten 3 K’s – Kiste, Kaffee und Kuchen – wird dann wieder gelacht und geherzt und ehrlich zugegeben, dass dieser Tod doch wohl eine Erlösung war.

eine Möglichkeit.

Eine aber doch eher unwahrscheinliche Möglichkeit! für ein Leben nach dem Tod.

Da für mich mit dem Tod unser Sein nicht beendet ist, geht es nach dem hiesigen Tod weiter.

Ich vergleiche es ungefähr mit den neun Monaten unseres Heranwachsens im Mutterleib. Dort befinden wir uns in einem, sagen wir, geschlossenen Raum aus dem wir dann bei der Geburt eigentlich ganz plötzlich herausgerissen werden um fortan in einem anderen Raum zu leben.

Warum also soll das nach dem Tod nicht anders sein?

Wer einmal eine Leiche gesehen und angefasst hat und sei es nur ein Tier, der wird feststellen, dass dies wirklich nur noch ein leere Hülle ist, das Eigentliche was den Mensch oder das Tier ausmacht ist nicht mehr vorhanden. Viele nennen es auch die Seele. Ja auch Tiere haben eine.

Was also geschieht mit unserer Seele? Wo bitte geht sie hin.

Wo geht unsere Seele hin?

Wo geht unsere Seele hin?

Wenn jetzt jemand sagt, die ist unrettbar verloren, frage ich, wofür bitte lebst Du? Wofür nehmen wir all die Strapazen auf uns, welche so ein Menschenleben mit sich bringt, um dann nach dem Ableben plötzlich für immer weg zu sein? Warum lernen wir, warum arbeiten wir usw. Dafür, das es auf einmal für immer zu Ende geht?

Nein, die Kirche will uns das so erzählen, denn wenn man anders denkt, passt das nicht mehr in das von ihnen geschaffene Weltbild. Ein Weltbild welches nur ihnen nützt und sonst niemandem.

Ok man sagt, der Tod kommt immer zu früh.

Kommt er das wirklich? Er kommt wohl dann wenn es für den Sterbenden an der Zeit ist. Ok Unfälle und Kriege usw. will ich hierzu nicht mit einrechen. das alles ist nicht natürlich und vom Menschen her gemacht. Der natürlich Tod aber kommt dann wenn es an der persönlichen Zeit ist. Natürliche Krankheiten mit eingeschlossen. Krebs, die wohl mittlerweile häufigste Krankheit überhaupt ist keine natürlich Krankheit sonder ein gewolltes Geschäftsmodell der Pharmazie und Schulmedizin an der die Kirchen ja auch beteiligt sind.

Ok, lassen wir es für heute mal gut sein.

Warum schreibe ich dies nun? Weil mich all das beschäftigt. Weil mich die Widersprüche ankotzen, die damit verbunden sind. Weil ich fühle, dass da so viel Schindluder getrieben wird. Weil mich auch andere Meinungen dazu interessieren.

Darum scheut Euch nicht zu antworten. Der Eine oder Andere hat sicherlich ähnliche oder auch kontroverse Gedanken. Haltet sie nicht vor. Das Thema lohnt sich, dass man sich damit auseinander setzt, denn eines ist sicher, wir sterben Alle irgendwann. Niemand kommt lebend aus diesem Leben heraus.

Nur das wie wir damit umgehen. da hat jeder so seine eigenen Gedanken.

Danke fürs lesen wer es bis hierhin geschafft hat.

Nachdenkliche Grüße aus Uruguay

Peter

Bitte teilen! :)
  •  
  • 1
  • 1
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
    2
    Shares